Verhandlungen mit Lateinamerikanern
Ausland
Lateinamerikaner sind flexibel und tolerant. Stil & Etikette rät: Passen Sie sich Ihren Gesprächspartnern an - mit einer Ausnahme:- Zeit wird in Mittel- und Südamerika großzügig betrachtet. Seien Sie als Deutscher trotzdem immer pünktlich: Man erwartet es vor Ihnen!
- In Deutschland werden alle Punkte nacheinander besprochen. Stellen Sie sich darauf ein, mehrere Themen gleichzeitig abzuhandeln.
- Vergessen Sie das harte Wort »Nein!« Sagen Sie »vielleicht«, »morgen« oder »ich werde darüber nachdenken« - oder wechseln Sie das Thema.
- Äußern Sie sich positiv über die kulturellen oder sportlichen Leistungen des Heimatlandes Ihrer Verhandlungspartner.
- Lateinamerikaner verhandeln nicht sach-, sondern personenorientiert. Legen auch Sie in Ihren Gesprächen Wert auf den menschlichen Aspekt!
Manchmal wird die Art wie wir sprechen, ebenso missverstanden wie das, was wir versuchen auszudrücken. Der »Konversations-Chacha-cha«, den wir unwillkürlich im Umgang mit Südamerikanern tanzen, ist ein gutes Beispiel dafür. Die meisten von uns halten bei der normalen Konversation eine gewisse Distanz zu unserem Gegenüber, so ein zwei oder drei Schritte. Südamerikaner fühlen sich bei einem solchen Abstand einsam und verlassen und versuchen sofort, Intimität und Intensität wieder herzustellen: Sie rücken näher. Noch näher. Immer noch näher. Daraufhin treten wir einen Schritt zurück, um die ursprüngliche Distanz wieder herzustellen. Südamerikaner rücken dann wieder vor, um Nähe herzustellen. Zurück - vor - zurück - vor: Chacha-cha. Das Problem dabei liegt in dem Eindruck, den Ihr gegenüber von Ihnen bekommen könnte: 1. Sie sind arrogant! - 2. Er selbst ist nicht nett genug, man hält es nicht bei ihm aus. - Beides ist fatal - und sehr peinlich. bleiben Sie also standhaft!
Begrüßen und Vorstellen
Namen sind dort meist eine Zusammensetzung des Vater- und Mutternamens. Als Anrede wird jedoch nur der Vatername benutzt. In den spanischsprechenden Ländern steht dieser Vatername an erster Stelle. Aufgemerkt: Im portugisischsprechenden Brasilien ist es jedoch gerade umgekehrt, dort steht der Mutternahme zuerst.
zurück …