Logo von Image und Marketing Support, Brigitte Bethge
Skip to the navigation. Skip to the content.
  • Home
  • Philosophie
  • Portfolio
  • Messe
  • Einblicke
  • business-meets-business®
  • Business-Etikette

Essen und Trinken … Sie mit Appetit.
Und was man Ihnen vorsetzt.

Interkulturelle Kommunikation | Andere Länder | Essen und Trinken | Verhandeln in China | Etikette in Indien | Etikette in der Arabischen Welt | Verhandlungen mit Russen | Empfehlungen für Frankreich | Verhandlungen mit Skandinaviern | Das englischsprachige Ausland | Verhandlungen in Lateinamerika | Zurück

Nur nicht übertreiben

Im Ausland muss nicht alles schwieriger sein als hierzulande. Zu Tisch beispielsweise können Deutsche in den meisten Ländern wenig falsch machen. Übertriebener Ehrgeiz wäre, in den USA die europäischen Tischmanieren aufzugeben und plötzlich eine Hand unter den Tisch zu legen und nur noch mit der Gabel zu essen. Eine weitere Fehlannahme ist, dass in Japan dringend geschmatzt werden muss. Wissen sollten Geschäftsreisende jedoch, dass es sich in vielen arabischen und afrikanischen Ländern nicht ziemt, den Teller leer zu putzen. Das bedeutet nämlich, dass man noch Hunger hat.

Eine Auster sieht auch nicht viel appetitlicher aus wie ein Schafsauge … Schafsaugen gelten in Saudi Arabien und in Island als ausgesuchte Köstlichkeit - in China hingegen ist es die Bärentatzensuppe.

Kann man »Delikatessen« dieses Kalibers höflich ablehnen?

Die meisten erfahrenen Reisenden sagen »nein«, wenigstens ein paar Bissen sollte (muss) man kosten. Es hilft im übrigen, wenn man das, was da auch immer auf dem Teller liegt, sehr fein schneidet. Das verändert die Struktur, so dass optisch schwer Verdauliches fast verschwindet und damit auch die »Erinnerung« daran, was es wirklich ist und woher es kommt. Und noch eines: Schlucken Sie's schnell runter!

In der westlichen Welt werden Sie weniger Probleme mit dem Exotischen als mit der Reichhaltigkeit haben. In Italien und Spanien (ebenso in Südamerika) ist das Mittagessen die Hauptmahlzeit des Tages und deshalb gut und gerne zwei bis drei Stunden dauern. Und ein halbes Dutzend Gänge ist eher die Regel als die Ausnahme. Nehmen Sie lieber nur wenig von jedem Gang, vor allem wenn mächtige Nudelgerichte angeboten werden. Es hilft auch, sich zwei Vorspeisen zu bestellen. Die zweite Vorspeise wird dann zur Zwischenmahlzeit. So essen Sie »sparsam«, aber doch höflich und in der gleichen »Geschwindigkeit« wie Ihre Gastgeber.

Fisch wird in Japan meist roh serviert. Fast jede Mahlzeit beginnt mit Sushi (eine Rolle aus rohem Fisch, in die kunstvoll Reis eingewickelt ist) und Sashimi (dasselbe, nur ohne Reis), die nicht in kleine Bissen zerschnitten werden. Man schluckt einfach das ganze Stück. Mittlerweile gibt es aber auch schon Sushi aus rotem Kaviar, manchmal bekommt man auch Gemüse als Ersatz. Vorsicht im Umgang mit der grünen Würzpaste (Wasabi)- Dieses Rhizom hat einen ähnlichen Geschmack wie Meerrettich. Sein Japanischer Name bedeutet »die Rose des Berges« und es ist eines des am meisten verwendeten Gewürze in der Japanischen Küche. Es ist sehr scharf und wird deshalb auch Namida genannt, was Träne bedeutet. Aufgemerkt: Stäbchen gehören immer auf den Halter!

Eine lange Geschichte, nie völlig frei von Hunger und Entbehrung, hat Chinesen gelehrt, es als schlechtes Benehmen zu betrachten, den Teller eines Gastes nicht ständig wieder zu füllen - und damit den Gast zu verpflichten ständig weiterzuessen, solange noch etwas auf dem Teller ist. Daraus kann ein endloses Mahl werden. Eine verzwickte Situation. (Übrigens gilt es in China nicht als unhöflich, einen Gast mit den gleichen Stäbchen zu bedienen, mit denen man selbst ißt.) Es gibt natürlich (für Insider) Mittel und Wege, das Nachfüllen zu stoppen. - Halten Sie Ihre Reissschale dicht am Mund, bis Sie fertig sind. Dann legen Sie Ihre Stäbchen quer über das Schälchen; das ist das Signal: »Es ist genug«. Um »danke« zu sagen, klopfen Sie mit den Fingerspitzen leicht auf den Tisch. Und lassen Sie immer etwas Essen in Ihrem Schälchen um zu zeigen, dass Ihr Gastgeber so großzügig war, dass Sie unmöglich alles aufessen konnten. Haifischflossensuppe ist oftmals der Höhepunkt einer aus mehreren Gängen bestehenden chinesischen Mahlzeit, sie wird irgendwann in der Mitte serviert. Das ist dann auch der richtige Zeitpunkt für einen Trinkspruch. Und noch etwas: der vorletzte Gang ist in der Regel einfacher gekochter Reis. Den sollten Sie höflich ablehnen! Denn wer da zugreift gibt zu verstehen, dass er noch hungrig ist - für den Gastgeber eine glatte Beleidigung.

In den GUS-Staaten ist es nicht ungewöhnlich, Restaurants zur Mittagszeit geschlossen zu finden - auch für Delegationen. Die Angestellten sind gerade selbst beim Essen … Noch Fragen Kienzle?


zurück …
Schmuckgrafik
 
Englisch | Kontakt | Impressum